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Als im August 2007 die Nikon D3 vorgestellt wurde, war die Fachwelt begeistert: Nikon hatte nicht etwa einen vorsichtigen Schritt in das bisher vollständig von Canon beherrschte Segment der Vollformat-DSLRs gewagt, sondern einen spektakulären Auftritt hingelegt: Keine andere DSLR ist schneller (bis zu 11 Bilder pro Sekunde, praktisch verzögerungsfreier 51-Punkt-Autofokus) und vielseitiger nutzbar (Empfindlichkeit von ISO 100 bis 25600, bis etwa ISO 10000 für die allermeisten Zwecke mehr als ausreichend, auch Nikon-DX-Objektive nutzbar) – und das in der Preisklasse der Canon 1D Mark III. Die Kritik beschränkte sich dann auch auf die Tatsache, daß Nikon keine automatische Sensorreinigung eingebaut hatte.
Am 1. Juli 2008 stellte Nikon die D700 vor: Gleicher Sensor wie in der D3, geringere Serienbildgeschwindigkeit, etwas kleinerer Sucher – dafür fast zum halben Preis, mit Sensorreinigung und mit eingebautem Blitz. Die Reaktion der Fachwelt: Die Zeitschrift ProfiFoto verschob ihren Erscheinungstermin um mehrere Tage. Der Webserver von Nikon Deutschland war am 1. Juli hoffnungslos überlastet. Und wir nahmen die Nikon D700 selbstverständlich sofort in unser Programm.
Die Entscheidung für die Nikon D700 haben wir nie bereut, da die Kamera sich wie erwartet zu einem Top-Renner entwickelt hat. Und zu Recht, wie viele Berufsfotografen und Amateure berichten.
Der Hauptgrund dafür ist, dass dank des unglaublichen Rauschverhältnisses (Bilder bei ISO 6.400 sind wie bei ISO 400-800 bei der vorherigen Generation), kompakter Größe und relativ günstigen Preises die Nikon D700 zurzeit die beste Wahl für Fotografen ist, die häufig unter schwierigen Lichtbedingungen fotografieren müssen wie auf Events oder Konzerten. Zusammen mit der Auflösung von 12,1 Megapixeln, dem äußerst präzisen und praktisch verzögerungsfreien AF-System mit 51 Messfeldern, und immer noch satten 5 Bildern / Sek (bis zu 8 Bilder / Sek mit optionalem Zubehör) ist die Nikon D700 zurzeit nicht zu überbieten, was das Preis / Leistungs-Verhältnis angeht.